Die Baubetriebsplanung

Neubau eines barrierefreien Einfahmilienwohnhauses mit Garage

Die Baubetriebsplanung


 

Parallel sowie im Anschluss an die Ausführungsplanung und Tragwerksplanung entstand unsere Baubetriebsplanung. Nach Planungsauftrag der Fachschule für Bautechnik entstanden für uns folgende Schwerpunktbereiche die von uns erarbeitet wurden:

  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen für:
          - Rohbauarbeiten
          - WDVS – Arbeiten
          - Fassadenbauarbeiten
          - Dachdeckungs- und Klempnerarbeiten
          - Zimmerer- und Holzbauarbeiten
          - Trockenbauarbeiten
  • Massenermittlung für die oben genannten Ausschreibungen
  • Angebotskalkulation für Rohbau,- Zimmerer- und Holzbauarbeiten
  • Bauablaufplanung (Balken- bzw. Bauzeitenplan)
  • Baustelleneinrichtungsplan
  • Die Baufinanzierung

 

Ausschreibung und Massenermittlung

Ziel der Ausschreibung ist es, ein Leistungsverzeichnis zu erstellen, in dem alle Leistungen und Arbeiten erfasst werden, um von potenziellen Bietern ein aussagekräftiges und vergleichbares Angebot zu erhalten.
Für unser Projekt erstellten wir Leistungsverzeichnisse für Rohbau,- WDVS- Fassadenbau,- Dachdeckungs- und Klempner,- Zimmerer- und Holzbau- sowie Trockenbauarbeiten.
Um unsere Leistungsverzeichnisse übersichtlicher zu gestalten, fanden wir es sinnvoll , die LV´s in sogenannte Titel zu unterteilen. Hier das Beispiel Rohbauarbeiten:
 

Rohbauarbeiten

 - Baustelleneinrichtung
 - Erdarbeiten
 - Entwässerungsarbeiten
 - Stahlbetonarbeiten
 - Maurerarbeiten
 - Stundenlohnarbeiten
 

Unter den Titeln (hier z.B. Erdarbeiten) befinden sich von uns erstellte Positionen (z.B. Oberboden abtragen).  Die Positionen beinhalten die Leistungen die vom Bieter in der Ausführung erbracht werden müssen. Für jede dieser Positionen wurde von uns eine  Massenermittlung durchgeführt.

 

Angebotskalkulation

Ziel der Angebotskalkulation ist es, als Unternehmer ein konkurrenzfähiges Angebot erstellen zu können und so an einen Auftrag zu kommen.  Planungsauftrag für uns war es, sich in die Lage des Rohbauers zu versetzen und die Positionen für Rohbau,- Zimmerer- und Holzbauarbeiten zu kalkulieren. Zu Beginn ermittelten wir unseren Mittellohn ASL, dieser besteht aus den Tariflöhnen der Bauarbeiter, Sozialkosten und Lohnnebenkosten. Aus den Einzelkosten der Teilleistung (Lohn, Geräte, Schalung/Material und Fremdleistungen) ermittelten wir die Einheitspreise für jede Position.
Im Anschluss müssen die Allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn auf jeden Position umgelegt werden. Aus dieser Umlage ergibt sich schließlich die Angebotssumme.

 

Bauablaufplanung

Um einen reibungslosen Bauablauf während der Bauphase zu gewährleisten, werden sogenannte Bauzeitenpläne (Balkenpläne) erstellt. Der große Vorteil besteht darin, Pufferzeiten (Freie Zeiten zwischen den Bauphasen) frühzeitig zu erkennen und zu nutzen (z.B. um Arbeitsausfälle und Bauausfall wegen schlechtem Wetter zu kompensieren). Dargestellt sind in solchen Plänen alle Gewerke, dessen Bauzeit, vorhergehende und nachfolgende Gewerke. Auch Mitarbeiter die sich während der Bauzeit auf der Baustelle befinden oder der Einsatz von Großgeräten kann in Ihnen dargestellt werden.

 

Baustelleneinrichtungsplan

In Ergänzung zum Bauzeitenplan haben wir einen Baustelleinrichtungsplan erstellt. In Ihm sind alle wichtigen Lagerstätten und Plätze für einen sauberen Bauablauf eingetragen. Neben Materiallagerplätzen und Baugrube beinhaltet er auch Angaben zu Bauzäunen, Kranaufstellplatz und Baustellenzufahrten.

 

Die Baufinanzierung

Jedes Bauvorhaben muss auch finanziert werden. Um ein Gefühl für Rechnungsein- und ausgänge im Zusammenspiel mit der Bauzeit zu bekommen, versetzten wir uns die in die Lage eines Bauunternehmers. Auf Grundlage unserer kalkulierten Preise und berechneten Bauzeiten stellten wir eine nachvollziehbare und prüfbare Baufinanzierung auf.