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Flieger landete am Pictorius

Zeitungsartikel der Streiflichter-Ausgabe vom 6.2.2013

Flieger landete am Pictorius

 „Designair“ auf dem Jungfernflug. Gestalter berichteten von ihren Praktika

 

Coesfeld. Auf ihrem Jungfernflug überzeugte(n) die „Designair“ ihre zahlreichen Passagiere auf ganzer Linie. Die Maschine mit der Flugnummer „GTG1-10“ vom Pictorius Berufskolleg aus in Richtung Zukunftsland war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Abflug war um 17 Uhr. In der Business-Class saßen die Schlipsträger und schauten, was die Crew von ihnen gelernt hat. Als Kapitän im Cockpit lenkte Julius Heitmann den Flieger auf die Startbahn. In der Economy-Class warteten Eltern, Freunde, Bekannte, Mitschüler und Interessierte auf das Signal: „Cabin Crew: Ready for take off“.

Abheben – das war nämlich das Stichwort am gestrigen Abend in der Aula des Berufskollegs. Die Gestaltungstechnischen Assistenten in spe (mit Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife) haben über ihren Bildungsgang und die damit verbundenen grenzenlosen Möglichkeiten informiert. Im Vordergrund der Präsentation stand das vierwöchige bzw. sechswöchige Betriebspraktikum.

Mappen mit großem Aufwand gestaltet

Von den Ergebnissen durften sich die Besucher gestern überzeugen. Mit dabei waren auch einige Firmenchefs – die mutmaßlichen Schlipsträger – die es sich aber nicht nehmen ließen, selbst einen Blick auf das Werk ihrer Schützlinge zu werfen. „Das ist kein Schnellhefter, den man vielleicht damals für das Schulpraktikum in der 8. oder 9. Klasse erstellt hat“, betont Schülerin Lena Heidemann, die eine von 16 Schülern ist, die in diesem Sommer ihren Abschluss feiert. „Jeder, der Interesse an Gestaltung und Design hat, ist hier an der richtigen Adresse.“ Die Schülerinnen und Schüler haben den gestrigen Tag genutzt, um ihr Können zu präsentieren. Die Gäste blätterten durch die Mappen, die mit großem Aufwand und Professionalität gestaltet wurden. Bei der 19-jährigen Lena Heidemann entdeckte man ein Logo, das sie im Kundenauftrag bereits selbst entwickelt hat. Auch Mitschüler Julias Heitmann wurde in den aktiven Betrieb „seines“ Dorstener Unternehmens einbezogen.

Das ist auch Sinn und Zweck eines solchen Praktikums, betont Pädagogin Sarah Blenker, die seit eineinhalb Jahren an der Schule unterrichtet. „Der Bildungsgang erfreut sich immer größerer Beliebtheit.“ Aktuell seien es in der Unterstufe 27 Schüler, die auf dem Weg zum Vollabitur ihre Kreativität ausleben. Wohin es für die 16 Abiturienten der aktuellen Klasse 13 im Sommer geht, steht überwiegend fest. Mehr als die Hälfte hat sich für ein Studium entschieden, der Rest beginnt entweder eine Ausbildung oder startet ins Berufsleben.

 

Wer clever war, hat Kontakte geknüpft

Zurück in die luftige Höhe: Wer also gestern clever war, stattete den Passagieren in der Business-Class einen Besuch ab und knüpfte Kontakte für „später“. Nach einem fast dreieinhalbstündigen Flug setzte(n) die „Designair“ samt Besatzung wieder sicher auf Coesfelder Boden auf und schickte alle Passagiere zufrieden nach Hause.

Fest steht: Für ihre Praktikumspräsentation im nächsten Jahr müssen sich die Gestalter dann etwas neues einfallen lassen. Das Motto – mit der Gründung einer fiktiven Airline – wurde nach Ansicht von Klaus Schneider, stellvertretender Schulleiter, „perfekt umgesetzt.“

 

Streiflichter-Ausgabe vom 6.2.2013

Von Sebastian El-Saqqa